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Was tun bei einer Hausdurchsuchung durch die Steuerfahndung:

1. Reden ist Silber, Schweigen ist Gold: Machen Sie keine Aussagen und keine spontanen Äußerungen zur Sache. Sie haben ein Aussageverweigerungsrecht. Reagieren Sie nicht auf Angebote  (z.B. Geständnis gegen Straferlaß- oder minderung) der Steuerfahnder.

2. Rufen Sie sofort Ihren Steuerberater und einen Steuerstrafverteidiger an! Sie haben das Recht auf den Anruf beim Anwalt. Gespräche mit Dritten können Ihnen durchaus untersagt werden. Während die Durchsuchung bei Ihnen stattfindet, wird in der Regel zeitgleich Ihr Steuerberater und Ihre Hausbank von Fahndern aufgesucht.

3. Warten Sie auf Ihren Anwalt: Ein Rechtsanspruch hierauf besteht zwar nicht, häufig sind die Steuerfahnder jedoch kooperationsbereit. Soweit ein Abwarten verweigert wird oder nicht möglich ist, prüfen Sie den Durchsuchungsbeschluss, der Ihnen auszuhändigen ist, ausführlich.

4. Informationen sammeln: Aktenzeichen, Namen der Beamten und des Leiters der Durchsuchung etc. Also: zuhören, schreiben und schweigen. Damit fangen Sie am Besten bereits während der Durchsuchung an. Nach dem Ende der Durchsuchung notieren Sie sich nochmals alles ausführlich und in Ruhe.

Die Steuerfahndung ...
... kommt meistens in Zivil.
Alleine verteidigen?

5. Beweismittel: Niemals Beweismittel vernichten oder wegfen, da es sonst zur Untersuchungshaft kommen kann. (Verdunklungsgefahr). Die mitgenommenen Unterlagen sollten grundsätzlich alle beschlagnahmt werden und nicht freiwillig herausgegeben werden.

6. Zeugen (z.B. Ehegatte, Kinder, Arbeitnehmer, Kunden) sollten sich ebenfalls nicht spontan äußern und zunächst einen Anwalt konsultieren. Zu Aussagen gegenüber den Beamten der Steuerfahndung sind sie nicht verpflichtet. Nur gegenüber dem Staatsanwalt oder Richter besteht eine Aussagepflicht.

7. Keine Gewalt oder sonstige Unhöflichkeiten Nehmen Sie Abstand von Beschimpfungen oder gar Gewaltakten gegenüber den Beamten. Andererseits ist auch  eine „Verbrüderung“ fehl am Platze.

  Wurde richterlicher  Durchsuchungsbeschluß gezeigt?

  • Belehrung über Aussageverweigerungsrecht?
  • Kopie vom Durchsuchungsbeschluß ausgehändigt?
  • Dienstausweis des Durchsuchungsleiters?
  • Durchsuchungsbeschluß jünger als 6 Monate?
  • Genaue Angaben im Beschluß über Tatvorwurf?
  • Bei wichtigen Unterlagen empfiehlt es sich an Ort und Stelle Kopien zu machen!
  • Verzeichnis über alle mitgenommenen Sachen erhalten?
8. Keine Absprachen oder Geständnisse!

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Rechtsanwaltskanzlei Arno de Wyl | 26919 Brake (Unterweser)